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Darf ich egoistisch sein? – Frage einer Leserin

Neulich bekam ich von einer langjährigen treuen Leserin eine Email mit dem Inhalt den ich weiter unten wiedergebe. Da ich den Eindruck hatte das mehrere meiner Leser, von dieser Email und meiner Antwort darauf profitieren könnten, stelle ich diese allen zur Verfügung.

Liebe Daniela!

Wir sind seit langen bei Facebook befreundet und heute wende ich mich auf diesem Weg in einer persönlichen Angelegenheit an dich. Du hast sehr erfolgreich 2 Networks aufgebaut und gehst nun deinen Weg als Trainer & Coach. Meinen Respekt und vor allem meinen Dank. Ich schaue mir z. Z. sehr verstärkt deine Videos an – es ist eine innerliche Entscheidung fällig…. Im XY-Geschäft gab es ja einige personelle Veränderungen. Dies hat mich nicht davon abgehalten, trotzdem meiner Vision zu folgen.

Jetzt bin ich aber dabei, diese Vision los zu lassen. Das schmerzt ja bekanntlich. :) Es ist in den letzten Tagen immer wieder dieses Bauchgefühl – mein Ziel ist und bleibt mein Ziel – der Weg es zu erreichen ist nicht mein altes Network… Was mich nun erschüttert, verunsichert und – ja auch ein wenig irritiert sind die vielen Statements, die Anklagen die teilweise sehr unter die Gürtellinie gehen.

Menschen, die meinen äußeren Kreis verlassen. Was mich daran irritiert ist mehr oder weniger die Erkenntnis über mich selbst. Verhalte ich mich unethisch, wenn ich ein wenig egoistisch bin und meine Ziele weiter verfolge auf einem anderen Weg?

Ist es nicht ein gesunder Egoismus, an seinem Traum festzuhalten? Ich nehme dabei Rücksicht auf meine jüngste Tochter. Sie ist ein Teil von mir, wächst zielorientiert auf und steckt oft auch in gesundem Maße zurück. Alle anderen privaten „Stolpersteine“ sind aus dem Weg geräumt. Ist es nicht auch mein Recht, auch mit Kind meine Träume zu verwirklichen – wenn auch ein wenig langsamer als andere?

Ich danke dir schon jetzt für deine Antwort und dein Verständnis :) Ich will ein gutes Gewissen und meine Sicherheit und deshalb heute diese Zeilen ;)

Herzliche Grüße Ann

Liebe Ann,

herzlichen Dank für Dein Vertrauen und Deine Email.

Es ist schwierig etwas Sinnvolles dazu zu sagen, vor allem ohne dass ich die genauen Hintergründe dazu kenne. Deshalb ist das was ich dazu sage als Teil einer Antwort zu verstehen. Eben eine Antwort für eine Situation die aus einer oder maximal zwei Perspektiven beleuchtet wird.

Du hast Recht. Es ist immer etwas schmerzhaft sich von einem Traum zu lösen bzw. von einem Weg zu lösen, der für eine gewisse Zeit in unserem Leben seine Berechtigung hatte.

Wie Du so schön schreibst, löst Du Dich nicht generell von Deinem Traum sondern eher von der Art & Weise wie Du dachtest diesen zu erreichen. Also von dem Weg bisher, weil Du für Dich einen Neuen Weg gehen möchtest.

Nun schreibst Du, dass Du über Dich selbst irritiert bist – weil Dich Deine bisherige Umgebung anklagt.. unschöne Statements über Dich loslässt und sogar unter die Gürtellinie geht und Du fragst Dich ob Du etwas falsch machst.

Um dies etwas verständlicher zu beantworten, ist es zunächst wichtig zu erkennen, wie es denen geht – die Du verlässt UND WARUM sie so handeln.

Ich versuche es mal in Kurzform:

a)     Sie sind enttäuscht – weil jemand auf den sie sich jahrelang verlassen konnten, sei es als Teampartner, Upline, Geschäftsfreund oder Unterstützung in Workshops etc. weg geht. Sie können von diesem Menschen nun nicht mehr partizipieren und erleiden evtl. dadurch sogar Verluste. Sei es in finanzieller Form oder sei es in kollegialer menschlicher Form.

b)     ANGST! Sie haben die panische Angst das wenn Du nun weg gehst, ihnen auf unethische Weise das Team abwerben tust wofür sie vielleicht lange gearbeitet haben. Oder wenn sie nicht dafür gearbeitet haben – sondern es ebenfalls anderen „abgeworben“ haben – dass nun dasselbe auf sie zurückkommt. ;-) Wie auch immer – der Hintergrund hier ist: PANIK!

c)      Was Du hier erkennen darfst ist, dass die Persönlichkeit sich nicht weiter entwickelt hat.. sondern evtl. nur der Geldbeutel und die Levels im Marketingplan. ;-) Sonst hätten diejenigen die Größe gehabt Dich direkt anzusprechen und zum Beispiel zu sagen:

„Liebe Ann, ich freue mich nicht das Du gehst und ich habe ehrlich gesagt sogar etwas Angst davor, ob es evtl. Konsequenzen für mich und meine Arbeit hier hat. Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute für Deine Zukunft und würde mich freuen wenn Du mir mein Team nicht abwirbst und wir vielleicht sogar in Kontakt bleiben können.“

Nun aber liebe Ann zu Dir:

Du bist irritiert über das Verhalten Deiner Kollegen und über Dich selbst, weil Du noch etwas unsicher bist ob Du die richtige Entscheidung getroffen hast (oder ob die anderen evtl. doch Recht haben?) Das ist es was Dich unbewusst verunsichert.

Schau, wenn man im Leben den Mut hat, seinen Weg zu gehen und seine Entscheidungen zu treffen die für einen selbst wichtig sind, dann wirst Du nie nur auf Lobeshymnen treffen. Im Gegenteil. Umso klarer jemand seinen Weg geht und wirklich das tut was ihm selbst von Herzen wichtig ist, umso mehr „eckt“ derjenige an.

So geht es nun Dir. Doch dies sollte Dich nicht weiter stören.

Es ist nie falsch das zu tun was man -für sich- als richtig erkennt und dem folgt was einem selbst wichtig ist – solange man dabei anderen nicht bewusst schadet. Wenn das Ego von dem einen oder anderen etwas „Schaden“ nimmt – nun denn ;-). Aber ich glaube Du weist was ich meine. Wichtig ist das Du nicht bewusst hergehst und Dinge tust um Deinen ehemaligen Kollegen zu schaden.

Deine letzte Frage lautet dann noch:

Ist es nicht auch mein Recht, auch mit Kind meine Träume zu verwirklichen – wenn auch ein wenig langsamer als andere?

Liebe Ann – das ist genau das was ich meine. Wärst Du in der Tiefe davon überzeugt, dass Du sehr wohl dieses Recht hast – würdest Du diese Frage gar nicht erst stellen. Hier sagen Deine Zweifel – Guten Tag – Hier bin ich.

Wenn Du nach Absolution für Dein Handeln suchst – dann gebe Sie Dir selbst. Was mich selbst angeht, sehe ich in deinem Handeln und aus den mir vorliegenden Informationen, nichts was falsch wäre.

Ich selbst habe des Öfteren schon Entscheidungen treffen müssen die für mich wichtig waren, wenn auch unverständlich für meine Umgebung.

Das Wichtigste war mir immer, dass es ein sauberer Schnitt war und ich jedem jederzeit wieder Guten Tag sagen kann ohne die Straßenseite wechseln zu müssen. Das es dennoch enttäuschte Ego`s gibt wenn Du nicht nach Belieben funktionierst, nun das ist einfach so. Doch davon würde ich mich nie abhalten lassen.

Tue das was Dir für Dich und Deine kleine Tochter das Richtige erscheint. Denn letztendlich zahlen Dir die anderen Kollegen auch nicht die Rechnungen, wenn Du mit ihr zum Arzt musst.

In diesem Sinne liebe Ann – das Beste für Dich und Deine Zukunft.

Daniela

P.S. Das kommende Bewusstsein, Werte & Erfolg Seminar, findet vom 23. – 25. Januar 2015 statt. Man kann sich ab sofort dafür anmelden. Wenn Du das Neue Jahr 2015 von Anfang an,  mit einer anderen Art von Bewusstsein, Verständnis & Energie beginnen möchtest – dann nichts wie ran und anmelden. Ich freue mich auf Dich! Hier der Link zur Anmeldung:

http://shop.danielaszasz.com/Seminare/?XTCsid=bf26cc34fdc9d1ca4a04547efbe50e19

P.P.S Infos zu meiner Tour im Februar 2015 findest Du hier:

http://www.danielaszasz.com/tour-februar-2015-infos/

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    Daniela C. Szasz
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