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Das neue Selbstwertgefühl

Vor einigen Tagen wurde ich Zeugin einer berührenden Veränderung zwischen zwei wunderbaren Lebewesen – meinen Katzen. Eine Geschichte, die ich Dir nicht vorenthalten möchte, weil sie doch so wunderbar das Leben wiederspiegelt.

Der eine oder andere von Euch erinnert sich vielleicht daran, dass ich seit etwa 2 ½ Jahren ein kleines Baby Kätzchen zu uns geholt hatte, dem ich den Namen Mausi gab. Mausi ist ein hübscher Junge geworden, liebevoll erzogen und ist auch  ziemlich ruhig, zurückhaltend, scheu gegenüber Fremden und ein sanfter doch sehr eigener  Zeitgenosse. Weder brüllt er um die Wette, wenn er Hunger hat, noch ist er den ganzen Tag am Fordern. Wenn, dann macht er nur sanft und leise auf sich aufmerksam, und wenn er mal kuscheln will, kommt er direkt auf meinen Schoß, völlig egal was ich gerade tue oder wo ich bin. Ansonsten will er einfach seine Ruhe haben und ist ein totaler Einzelgänger. Das Leben war also wunderschön, bis etwa letztes Weihnachten.

Letztes Weinachten gingen wir draußen spazieren und genossen die warme Sonne. Auf dem Rückweg sehe ich in der Ferne ein kleines weißes-beiges Kätzchen, das verspielt rumtollt auf der Straße und als es ein paar Meter gehen will, sehe ich aus der Entfernung bereits, dass es hinkt. Ich sehe das und denke noch so, da stimmt was nicht. Wenige Minuten später, wir immer noch etwa 200 Meter entfernt von dem Kätzchen,  entdeckt uns das Kätzchen und rennt mit quasi 180 Std/km auf uns zu, und das auf nur 3 Pfoten.

Wirft sich vor unsere Füße und spricht in ihrer Katzensprache mit uns und will uns kaum weiterziehen lassen. Wir versuchen weiterzugehen und bemerken, dass sie sich schwer bewegt – ihr Wille aber unglaublich stark ist, um uns zu folgen. Das Kätzchen war gerade mal 4-5 Monate alt. Als uns klar wurde, dass die Kleine draußen so nicht überleben kann, da sie ja nicht jagen kann, entschieden wir, sie zunächst einmal mit uns zu nehmen und zum Arzt zu bringen.

Wir warteten bis die Feiertage rum waren und fuhren zum Arzt. Es war ein glatter Durchbruch bei der Hinterpfote. Sie musste ruhen und das etwa 2 Monate lang. Nun wurden wir gefordert. Wir nahmen uns also vor, sie genau 2 Monate zu halten, bis sie wieder heil war und sie dann zu ihren Freunden (Straßenkatzen der Region nach draußen wieder gehen zu lassen. Und wir gaben ihr den Namen Pussy. (Wenn Du auf das Katzen-Bild klickst wird es größer und klarer.)

Mausi-Pussy

Nun geschahen mehrere Dinge gleichzeitig. Mausi, unser Großer, war gar nicht begeistert von dem neuen Gast und wollte die Kleine einfach nur weg haben. Pussy wiederum verliebte sich sofort in Mausi und war ständig hinter ihm her. Wir hatten alle Hände voll zu tun sie ruhig zu halten, damit sie heilen konnte. Als sie wieder gesund war, ließen wir sie wieder raus. Sie ging nicht weg. Sie blieb die ganze Zeit vor unserer Tür und selbst wenn sie fortging, kam sie nach kurzer Zeit wieder.

Wir gingen mit ihr spazieren und ließen sie in der Nähe ihres Zwillingsbruders, den sie nicht wiedererkennen wollte, und gingen heim. Abends war auch sie wieder da. Sie war-ist vom Charakter her genau das Gegenteil von Mausi. Total schmusebedürftig, wenn sie könnte würde sie noch in Dich hineinkriechen, will rund um die Uhr schmusen und ist laut. Wenn Du nicht mit ihr schmust – fordert sie das lauthals ein. Wo ich oder mein Lebenspartner auch hingehen, geht sie auch hin. Küche, Bad, Sofa, nach draußen, völlig egal, sie ist dabei. Sie folgt uns und geht mit uns spazieren wie ein kleiner Hund, nur dass es bei einer Katze eher etwas untypisch ist.

Sie hat in dieser ganzen Zeit Mausi mehr und mehr seine Liegeplätze weggenommen. Alle Plätze, die vorher ihm gehörten, nimmt sie jetzt ein. Es vergeht kein Tag, an dem Mausi sie nicht mehrfach verprügelt, weil er sie leider nach bald 5 Monaten immer noch nicht ausstehen kann und sie immer noch dauerverliebt in ihn ist. Sie rennt ihm mindestens genauso hinterher wie uns.

Jetzt könnte man sagen, Mausi ist ein verwöhntes Einzelkind und musste nie leiden, also schätzt er alles auch etwas weniger wie Pussy. Mausi geht, seitdem Pussy bei uns ist, morgens aus dem Haus und kommt abends zum Schlafen und zum Essen wieder. Sie will am liebsten gar nicht raus. Sie kommt von der Straße und für sie ist das, was sie hier anscheinend hat, etwas Besonderes, was sie nicht aufgeben will.

Monatelang sahen wir also zu, wie sie verprügelt wurde, ohne dass wir wirklich etwas daran ändern konnten, außer Mausi manchmal zu ermahnen.

Vor einigen Tagen nun geschah das Unerwartete.

Ich lag schon im Bett und Mausi kam kurz, um mir Gute Nacht zu sagen. (Das war früher sein Ritual, das ebenfalls abgenommen hatte seit Pussy da war und er immer mehr nach draußen ging). Er war gerade noch auf dem Bett, als plötzlich auch Pussy kam. Wie immer, wurde sie von Mausi rechts und links geohrfeigt. Sie zog sich zurück bis ans Fußende und lag nun da. Es war knapp ein halber Meter Abstand zwischen den beiden. Pussy erhob sich gaaaaanz langsam und ihre Vorderpfote dazu und dies alles, in einem absoluten Zeitlupentempo. Während ich also ganz still und leise zusah, Mausi als auch ich noch recht skeptisch das Ganze verfolgte, bewegte sich die Kleine, immer weiter im Zeitlupentempo auf Mausi zu. Als sie etwa 10-20 cm von Mausis Gesicht entfernt war, ohrfeigte die Kleine –  Mausi. Ich schaute recht überrascht zu und Mausi war ebenfalls von den Socken. Nun zog Mausi sich etwas mehr an den Rand des Bettes zurück – die Kleine war nun in der Mitte des Bettes, und sie wiederholte das gleiche Spiel nochmal.

Sie stellte sich wieder im Zeitlupentempo auf die Hinterbeine auf,  sodass sie gleich groß war wie er, und mit ihrer Vorderpfote ging sie langsam auf ihn zu und patsch…. Mausi fauchte  laut, brüllte angsteinflößend und schlug zurück, dann sprang er vom Bett und sie hinter ihm her durch die ganze Räume……

Diese Aktion berührte mich total.

Da war also dieses kleine Kätzchen, das monatelang Schläge einkassiert hatte und sich von Mausi, einem größeren und stärkeren Genosse, alles hatte gefallen lassen, das sich nun plötzlich aufstellte und wehrte.

In dem Moment fiel mir eine Kundin ein, die gerade bei mir im Coaching gewesen war und genau dieses Thema hatte, nämlich dass auf ihr permanent rumgetrampelt wurde. Ich sah eine der möglichen Lösungen direkt vor meinen Augen.

Wenn Du ständig eines in die Fresse bekommst, (sorry für die grobe Ausdrucksweise, musste aber gerade sein), dann musst Du vielleicht auch mal lernen zurückzuschlagen.

Bedeutet es jetzt, dass meine Kleine nun nie wieder verdroschen wird?  Sicher wird sie immer noch verdroschen, doch sie lernt auch mal zurückzuschlagen. Und vielleicht eines Tages, hat sie so oft zurückgeschlagen, dass sie nicht mehr zurückschlagen muss, weil sie in Ruhe gelassen und auch respektiert wird.

Im Leben ist es auch so. Lass Dir nicht immer alles gefallen. Und auch immer nur alles zu vergeben oder die Ursache bei sich zu suchen und in Deckung zu gehen, ist zwar eine Möglichkeit, doch manchmal hast Du auch das Recht, einem eines (im übertragenen Sinne) verbal ebenfalls ins Gesicht zu hauen – wenn er es anders nicht begreift. ;-)))

Stell Dich auf die Hinterbeine und gib Gas. ;-) Zugegeben, es erscheint nicht sehr spirituell – ist aber sehr lebendig und tut gut. ;-))

Mit jedem Mal, bei dem Du Dich wehrst und nicht alles mit Dir machen lässt, wächst auch Dein Selbstwertgefühl. Mit jedem Mal, bei dem Du Dich treten lässt und von anderen grundlos runtermachen lässt, schwächst Du Dich selbst und Dein Selbstwertgefühl.

Selbstverständlich ist es immer gut auch zu schauen, was der tiefere Grund für so etwas sein könnte. Doch wie gesagt, manchmal darf auch die Faust auf den Tisch – auch oder gerade dann, wenn Du eine Frau bist, die eher schwach erscheint und bislang alles mit sich machen lässt. ;-) Solange Du Dich schwächen lässt, wirst Du geschwächt werden. Wenn Du entscheidest, dass es reicht und daraus lernst, wird es mit der Zeit aufhören.

In diesem Sinne – achte besser auf Dich

Deine Daniela

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1 COMMENT

  1. 04-12-2013, 8:45 pm ClaudiaREPLY

    Tolle Geschichte liebe Dany. Eine solch ähnliche Geschichte habe ich mit einer Katze schon bei einem Familienmitglied erlebt. Ein sehr schönes Beispiel für persönliches Wachstum, das Selbstvertrauen in der Situation zu stärken……Herzliche Grüße Claudia

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    Daniela C. Szasz
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