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Demografische Entwicklung auch im Network – Teil 2

Der letzte Teil dieses Themas endete in der vergangenen Woche damit das, dass Thema entweder komplett ignoriert wird in vielen Firmen oder aber die gesamte Aufmachung eines Unternehmens ausschließlich auf „young & stylisch“ gesetzt wird.

Es überrascht mich manchmal zu sehen, wie konsequent Network Unternehmen darin sind, sich auf der Corporate Seite junge Leute ins Team zu holen und auf der Vertriebs Seite dieses Thema völlig ignorieren.

Wer tätigt denn die Verkäufe? Wer produziert den Umsatz? Das ist doch der Vertrieb draußen, der zwar vom Innendienst unterstützt wird, das Geld wird jedoch draußen verdient..

Doch wenn draußen keine Man Power mehr vorhanden ist, was geschieht dann? Dann kommen die Top FKs irgendwann zusammen und halten ein Kaffeekränzchen, bei dem sie sich über die gute alte Zeit unterhalten und wie toll sie waren, als sie damals vor 35 Jahren mit knapp 25 Jahren gestartet sind mit einem Traum. Und wie traurig es doch ist, dass die Jugend von heute dieses Potential nicht mehr sieht.

Müsste man sich nicht ehrlich die Frage stellen, ob vielleicht das, was damals vor 20-30 Jahren attraktiv war heute überhaupt noch attraktiv für junge Leute ist? Oder ob das evtl. heute totaler Old Style ist und für junge Leute hochgradig langweilig?

Nun könnte man ja argumentieren, „Ja schon, aber das ist doch nicht wichtig. Wichtig ist, dass eine Firma seriös ist, dass sie Werte hat, dass sie traditionelle Werte verkörpert und stabil ist.“ Eines kann ich versichern, bei solchen Argumenten schlafen junge Leute überwiegend ein und zwar nicht, weil sie ihnen total unwichtig wären sondern, weil sie ihnen nicht reichen. Ich weiß es wirklich sehr genau, weil ich mich lange genug damit beschäftigt habe.

Was also wenn all diese Argumente den jungen dynamischen Menschen von heute, die für den Vertrieb optimal wären, einfach viel zu wenig, zu schwach wären??

Kann man sich wirklich als Firma den Luxus erlauben, diese Tatsache zu ignorieren und weil es vielleicht unbequem ist, sich einfach der Tagesordnung widmen?

Bleibt man stur auf diesem Standpunkt und beharrt weiter darauf oder ist man bereit umzudenken zu Gunsten einer vielversprechenderen Zukunft? Damit auch in 20 Jahren noch jemand da ist, der das Unternehmen weiterführt und Umsatzzahlen produziert?!

Wie heißt es doch immer so schön:„Der Wurm muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.“

Nun denn, wenn mein Unternehmen etwas langweilig wäre für die Jugend von heute, ;-), dann würde ich mir Gedanken machen, wie ich das schleunigst ändern könnte. Und dies mag zur Folge haben, dass ich evtl. durch mein Alter bedingt, nicht alles toll finde, wenn es jedoch den jungen Unternehmern gefällt und es ein Dauerprogramm ist, welches langfristig neue und bessere Zahlen produziert, dann ist doch letztendlich das Ziel erreicht. Mein Unternehmen hat eine Zukunft. Und meine älteren Führungskräfte brauchen sich keine Sorgen zu machen, wenn sie mal müde werden, dass niemand da ist, der das Geschäft weiterführt und ihre Schecks auf Null schrumpfen.

Bei aller Liebe, auch wenn das nicht gerne gehört wird, kein Vertriebler, egal wie gut er ist, hat Lust und Kraft, ewig die gleiche Intensität an Arbeit in den Vertriebsaufbau zu investieren. Selbst wenn er es 40 Jahre lang macht, es muss und es wird eine Zeit kommen, in der er sich etwas zurückzieht und das evtl. sogar muss, und dann sollten genügend verantwortungsvolle, motivierte und noch hungrige FKs vorhanden sein, um das Aufgebaute stabil zu erhalten bzw. sogar zu vergrößern

Dies betrifft nicht nur den Vertrieb draußen, sondern letztendlich auch die Firmenführung selbst. Auch diese muss zusehen, dass sie stets einen frischen Wind um sich hat, der ihr auch mal ins Gesicht blasen darf. Nur so bleibt man verschont, gedanklich und kreativ einzurosten.

Es reicht auch nicht als Firma zu sagen, dies betrifft uns nicht, soll der Vertrieb sich darum kümmern und jüngere Leute anziehen, wenn die Firma nach außen langweilig erscheint. Hier wäre es meiner Meinung nach wichtig, dieses spezielle Thema nicht selbst als Firmenspitze zu beurteilen, sondern anderen diesen Blick zu überlassen, von außen. Dieser Blick versucht nicht zu gefallen, zu schleimen, Politik zu betreiben oder sonst irgendwie zu beeindrucken. Dieser Blick von außen sagt die Wahrheit losgelöst davon, ob eine Firma das gerne hört oder nicht.

Soll das nun bedeuten, dass wir alles nur auf „young & stylish“ setzten sollten?

Ich glaube nicht. Ich bin überzeugt, dass eine gute Mischung hier wahre Wunder bewirken könnte. Wir können viel von denen lernen, die den Weg vor uns gegangen sind. Doch könnte man den jungen Menschen heute genauso die Chance geben, etwas ihr „Eigen“ nennen zu dürfen, wie es damals vor 20 Jahren war, als die heute „Alten Hasen“ gestartet sind.

Doch wird der erste Schritt immer der sein, die Bereitschaft zu haben, sich das Thema einmal näher und vor allem authentisch ansehen zu wollen.

In diesem Sinne – wie immer

Eure Dany

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    Daniela C. Szasz
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